XXL-Turnier mit XXL-Effekt

01.04.2026 · von BNP Paribas

Die Fußball-WM 2026 in Nordamerika dürfte für Superlative sorgen – und die extragroßen Dimensionen des Turniers dürften sich auch wirtschaftlich niederschlagen, in manchen Bereichen ganz besonders.

Fußball-Weltmeisterschaften sind schon seit jeher international vielbeachtete Großereignisse. Vergleicht man aber die erste WM 1930 in Uruguay mit dem Turnier, das ab dem 11. Juni in den USA, in Mexiko und Kanada stattfinden soll, wird erst deutlich, wie groß diese Veranstaltungen im Lauf der Zeit geworden sind.

Während bei der WM 1930 nur 13 Nationen teilnahmen – Deutschland etwa war unter anderem wegen der hohen Kosten einer Schiffsüberfahrt nach Südamerika nicht dabei –, umfasst das Teilnehmerfeld beim diesjährigen Turnier 16 Nationen mehr als bei den letzten sieben Weltmeisterschaften. Der Löwenanteil der XXL-WM mit ihren insgesamt 104 Spielen findet in den USA statt: 78 Partien werden dort in elf verschiedenen Städten ausgetragen, dazu jeweils 13 Spiele in Mexiko und Kanada. „Die WM 2026 ist ein historischer Wendepunkt für den Fußball. Zum ersten Mal nehmen 48 Mannschaften teil. Das verändert die sportliche Dramaturgie, die ökonomische Dimension und die globale Reichweite des Turniers. Zudem wird sie in drei Ländern ausgetragen, was eine neue Form transnationaler Kooperation erfordert“, erklärt Professor Fabian Ulrich, Dozent für Sportmanagement an der accadis Hochschule in Bad Homburg (lesen Sie auch das Interview auf Seite 31).

WM der großen Zahlen. Bei der Bezifferung der ökonomischen Dimension geht es um bemerkenswerte Zahlen. Einer Studie der Boston Consulting Group (BCG) zufolge könnte die Fußball-WM 2026 kurzfristige wirtschaftliche Auswirkungen in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar mit sich bringen, dies beträfe 40.000 Jobs und eine Milliarde US-Dollar an zusätzlichem Verdienst für Arbeitnehmer. Allein für die Westküstenmetropole Los Angeles rechnen Experten des Research-Hauses Micronomics mit 594 Millionen US-Dollar an ökonomischem Effekt und mit 35 Millionen Dollar Steuereinnahmen für die Region um L.A. Es ist klar, dass es dabei um mehr geht als nur um Umbauten an Stadien wie neue Rasenflächen oder einen erhöhten Einsatz von Sicherheitspersonal.

Vor allem geht es um die Versorgung einer großen Masse von Menschen. Schließlich erhöht sich mit der höheren Anzahl an Teilnehmerländern auch die Menge der internationalen Besucher der Spiele. Insgesamt rechnet man mit fünf bis sieben Millionen zusätzlichen Touristen aus aller Welt. Die erwartete Zahl der Stadionbesucher liegt deutlich höher als während vorangegangener Turniere – weil die Verfügbarkeit von Tickets etwa doppelt so hoch ist wie bei den Weltmeisterschaften der vergangenen Jahrzehnte (siehe Grafik oben). Und die Nachfrage scheint vorhanden zu sein: Zumindest ist nach Angaben des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) das Interesse deutscher Fans an dem Spektakel groß – und das trotz der vergleichsweise hohen Ticketpreise.

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Enorme Distanzen. Die hohe Zahl internationaler Besucher ist aber nicht der alleinige Faktor, der dem Turnier zu neuen Rekorden für eine WM verhilft. Entscheidend sind auch die großen Entfernungen zwischen den Spielstätten. Zwar hatte schon die WM 2018 in Russland mit elf Spielorten in mehreren Zeit- und Klimazonen enorm große Distanzen aufgewiesen – zwischen dem westlichsten Punkt (Kaliningrad) und dem östlichsten (Jekaterinburg) lagen knapp 2.500 Kilometer, während die Gesamtentfernungen bis zu 3.000 Kilometer betrugen. Aber die Dimensionen bei der WM 2026 sind noch einmal um einiges größer: Allein in Mexiko liegen die Austragungsorte Monterrey und Mexiko-Stadt rund 900 Kilometer auseinander; in den USA beträgt die Strecke zwischen den Städten Seattle und New York sogar rund 4.500 Kilometer. Das zeigt die großen Herausforderungen in puncto Transport und Logistik – zum einen für die teilnehmenden Teams, nicht zuletzt aber zum anderen auch für Fans, Organisatoren, Ausstatter und Lieferanten.

Mobilität und Hotellerie als Boommärkte. So dürften zu den größten Profiteuren der WM in Nordamerika diejenigen Unternehmen gehören, die sich auf die erhöhte Nachfrage nach Transportmöglichkeiten einrichten, also Fluggesellschaften, Eisenbahnunternehmen und Logistikfirmen. Während internationale Fluggesellschaften die Besucher aus ihren Heimatländern in die USA fliegen werden, dürften auch bei den Anbietern im Inlandsflugverkehr die Aktivitäten während der WM höher sein als sonst. Das spricht unter anderem für Delta Air Lines, das ein dichtes Inlandsflugnetz in den USA anbietet. Für kürzere Strecken könnten sich zudem viele Touristen für die Bahn oder den Mietwagen entscheiden. Börsennotierte US-Anbieter wie Avis und Hertz sowie die deutsche Sixt, die über ein US-Geschäft verfügt, könnten damit ebenfalls Nutznießer des Turniers werden.

Es geht aber nicht nur um die Mobilität der WM-Besucher, sondern auch um deren Unterbringung. So dürften auch Hotels auf der Liste der potenziellen Profiteure stehen, speziell die großen Ketten, die in den USA und teilweise auch in den beiden anderen Teilnehmerländern der WM präsent sind, darunter Marriott, Hilton und Intercontinental. Das US-Sportportal „The Athletic“ hat in diesem Zusammenhang analysiert, dass in den Gastgeberstädten die Preise für eine Hotelübernachtung in der Zeit um die Eröffnungsspiele teilweise bereits um 300 Prozent gegenüber den üblichen Tarifen gestiegen sind.

Neue Formen des Fan-Engagements. Auch Airbnb dürfte als Vermittlungsplattform für die Vermietung privater Unterkünfte dank der Fußball-Fans eine Sonderkonjunktur erfahren. Einer Analyse von Deloitte zufolge werden während des Turniers voraussichtlich etwa 2,7 Millionen der insgesamt erwarteten Übernachtungen von Touristen in Nordamerika auf das Konto von Airbnb-Gästen gehen. Deren direkte Ausgaben für die WM werden auf etwa 1,2 Milliarden US-Dollar geschätzt (865 Millionen Dollar in den USA, 169 Millionen Dollar in Mexiko und 177 Millionen Dollar in Kanada). Darüber hinaus wird für die Gesamteinnahmen der Airbnb-Gastgeber in Nordamerika während dieses Zeitraums mit etwa 212 Millionen Dollar gerechnet (156 Millionen Dollar in den USA, 25 Millionen Dollar in Mexiko und 31 Millionen Dollar in Kanada).

Obwohl auch Sportmanagement-Experte Fabian Ulrich Profiteure „in den klassischen Branchen“ sieht, hebt er aber noch einen weiteren Bereich hervor: „Die eigentlichen Gewinner liegen im Bereich Technologie und Medien. Die WM 2026 wird ein Testfeld für neue Formen des Fan-Engagements: digitale Plattformen, Streaming-Dienste, datenbasierte Services und immersive Technologien. Hier entstehen Chancen für globale Konzerne ebenso wie für spezialisierte Start-ups.“ Gut möglich also, dass die WM 2026 nicht nur auf dem Rasen und am Fernseher begeistern wird, sondern in virtuellen Versionen auch an der Spielekonsole, und damit dem wachsenden E-Sport-Trend einen weiteren Schub geben wird.

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