Hang zum Absichern – Die Zeit für Zertifikate

29.07.2022 · von Olaf Hordenbach

Mit Bonus- und Discount-Zertifikaten können Anleger in schwierigen Börsenzeiten Gewinne erwirtschaften. Worauf Anleger dabei achten müssen, erklärt MÄRKTE & ZERTIFIKATE.

„Wenn es an der Börse runtergeht, und du hast keine Aktien, dann hast du auch keine, wenn die Börse wieder steigt.“ Mit diesen Worten verabschiedete uns vor vielen Jahren André Kostolany bei einem Besuch in Paris. Kurz danach verstarb der „Altmeister“, der bis heute die Anleger mit seinen Börsenweisheiten begeistert. Unser Besuch in Paris, das war 1999. Damals notierte der DAX bei etwa 5.000 Punkten. Heute, über 20 Jahre später, liegt der deutsche Leitindex bei über 12.000 Punkten. Von damals bis heute hat sich der Index also mehr als verdoppelt. Wenn es an der Börse runtergeht, und du hast keine Aktien, dann hast du auch keine, wenn die Börse wieder steigt – damit wollte Kostolany wohl darauf hinweisen, dass es wenig Sinn macht, seine Aktien zu verkaufen, wenn die Börse mal fällt. Denn die Gefahr ist groß, dass man, wenn die Börse wieder nach oben dreht, den Einstieg verpasst. Sein Rat an die Anleger: Kaufe Aktien, nimm eine Schlaftablette und schaue die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren bist du reich.

Andererseits, in den zurückliegenden 20 Jahren ist es am Markt auch ganz schön hin und her gegangen. Im Jahr unseres Besuchs bei Kostolany kletterte der DAX noch auf über 7.000 Punkte. Danach ging es wieder steil nach unten, unter 2.500 Punkte. Dann ging es wieder hoch, wieder über die 7.000er-Marke. Dann wieder runter. Schließlich verdreifachte sich der DAX im Zeitraum 2009 bis 2021, aber auch hier gab es immer wieder größere Einbrüche. Der letzte, der uns noch allen in den Knochen steckt, passierte 2020, als Corona die Welt in den Griff nahm. Da stürzte der DAX von über 13.000 auf fast 8.000 Punkte ab. Und auch gerade sehen wir wieder einen Kursverfall. Weil die Inflationszahlen steigen und die Notenbaken die Zinsen anheben, wackeln die Märkte ordentlich. Denn steigende Zinsen, auch das hat uns Kostolany mit auf den Weg gegeben, sind Gift für die Aktienmärkte.

Gewinne auch in schwierigen Börsenzeiten.

Das Auf und Ab im DAX hätte man laut Kostolany aussitzen können. Am Ende wäre man mit einer Kursverdopplung und mehr belohnt worden. Doch was spricht gegen ein zusätzliches Investment in Papiere, die auch dann eine Chance auf Gewinne bieten, wenn die Märkte seitwärts laufen oder gar fallen? Bonus- und Discount-Zertifikate sind solche Papiere. „Sie eignen sich, wenn man die Markterwartung hat, dass der zugrunde liegende Basiswert – das kann zum Beispiel eine Aktie oder ein Index sein – nicht mehr stark steigen wird, dass er in naher Zukunft vielleicht seitwärts tendiert oder sich sogar leicht rückläufig entwickelt“, erklärt uns Volker Meinel von BNP Paribas in der neuen Videoreihe „Licht an“. „Während ein Aktionär in einem solchen Szenario meist leer ausgeht oder gar Verluste hinnehmen muss, kann man als Bonus- oder Discount-Zertifikate-Inhaber noch Gewinne erzielen.“ Das hören wir gerne von Volker Meinel. Doch wie funktionieren solche Zertifikate? Worauf muss man als Anleger achten? MÄRKTE & ZERTIFIKATE klärt auf.

Bonus- und Discount-Zertifikate gehören am Finanzmarkt zur Gruppe der strukturierten Produkte. Hier wiederum zählen sie zu den Anlageprodukten, die, im Gegensatz zu den Knockouts wie etwa Mini-Future- oder Faktor-Zertifikate, keinen Hebel aufweisen. Stattdessen bilden sie die Kursentwicklung eines Basiswerts nahezu eins zu eins ab. Als Basiswert fungiert meistens eine Aktie oder ein Index, etwa der DAX oder der S&P 500 aus den USA. Aber es gibt auch Bonus- und Discount-Zertifikate, die sich nach der Entwicklung von Rohstoffen, etwa Gold, oder Wechselkursen, etwa Euro/US-Dollar, richten. Bonus- und Discount-Zertifikate bieten keinen festen Kapitalschutz, dennoch weisen sie aufgrund ihrer Konstruktion einen Sicherheitspuffer auf, der sie auch in schwächeren Börsenphasen für Anleger attraktiv macht.

 

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Bonus-Zertifikat – auf die Barriere achten.

Bewegt sich bei einem Bonus-Zertifikat der Basiswert in einer vorab festgelegten Spanne – die untere Grenze wird als „Barriere“, die obere Grenze als „Bonuskurs“ oder „Bonuslevel“ bezeichnet – erhalten Anleger am Ende der Laufzeit des Zertifikats einen zuvor definierten Betrag, den Bonus, ausgezahlt. Steigt der Basiswert über den Bonuskurs hinaus, steigt auch der Wert des Zertifikats. Einen zusätzlichen Bonus gibt es dann nicht mehr. Solange der Basiswert die untere Grenze der Spanne, die Barriere, während der Laufzeit des Zertifikats nicht berührt oder unterschreitet, sind Anleger vor Verlusten geschützt. Berührt oder unterschreitet der Basiswert allerdings die Barriere, wird aus dem Bonus-Zertifikat ein Papier, das sich weitgehend so entwickelt wie der Basiswert.

Die Konstruktion eines Bonus-Zertifikats erlaubt damit auch einen positiven Ertrag für den Anleger, wenn der Basiswert seitwärts läuft oder fällt. Dabei darf aber nicht die jeweilige Barriere berührt oder unterschritten werden. Das heißt aber auch, dass Verluste für den Anleger nicht völlig ausgeschlossen sind. Denn wenn die spezifische Barriere berührt oder unterschritten wird, setzt der Mechanismus, der die Bonuszahlung garantiert, aus. Das Bonus-Zertifikat verhält sich dann wie der Basiswert, und die Rückzahlung des Zertifikats erfolgt durch Lieferung des Basiswerts.

Bonus-Zertifikate eignen sich also für schwächere Phasen an der Börse, nicht aber wenn es zu größeren Verlusten kommt, etwa bei einem Aktiencrash. Allerdings hat der Anleger durch die Wahl der spezifischen Barriere hier einen gewissen Handlungsspielraum. Bei der Auswahl eines Bonus-Zertifikats mit den unterschiedlichen Barrieren kann er seine persönliche Markteinschätzung berücksichtigen. Geht er etwa davon aus, dass der Markt in den kommenden Monaten deutlich schwächer notiert, wählt er ein Bonus-Zertifikat, das eine entsprechend tiefe Barriere aufweist. Mehr noch, er kann sogar ein Bonus-Zertifikat wählen, dass extra für solche deutlich schwächeren Börsenphasen konstruiert wurde, das Reverse Bonus-Zertifikat.

 

​So finden Sie das richtige Bonus-Zertifikat bei BNP Paribas

  1. Sie gehen auf www.bnp.de.
  2. Sie klicken auf die Rubrik „Zertifikate“.
  3. Sie wählen einen Basiswert, zum Beispiel DAX.
  4. Sie wählen einen Produkttyp, zum Beispiel „Bonus“.
  5. Sie bestimmen einen Bonuskurs durch die Eingabe einer für Sie interessanten Spanne, etwa 14.000 bis 15.000 Punkte, denn Sie gehen davon aus, dass der DAX in den kommenden Monaten maximal bis in diesen Bereich Potenzial hat (während der Eingabe wird das Such­ergebnis automatisch eingeschränkt, es stehen derzeit 353 Bonus-Zertifikate (Stand: 18.07.2022) auf den DAX mit einem Bonuskurs zwischen 14.000 und 15.000 Punkten zur Verfügung).
  6. Sie wählen eine Barriere, die während der Laufzeit des Zertifikats vom DAX keinesfalls erreicht oder gar unterschritten werden darf. Da am Markt große Unsicherheit herrscht, legen wir eine Barriere in die Spanne zwischen 9.000 und 9.500 Punkten. Wir erhalten ein Suchergebnis mit 46 Bonus-Zertifikaten.
  7. Wir wählen eine Laufzeit, zum Beispiel 01.01.2023 bis 01.03.2023. Wir bekommen ein Suchergebnis von sechs Produkten. Wir wählen das Bonus-Zertifikat mit der WKN PD73KD. Es hat eine Barriere bei 9.000 Punkten und einen Bonuskurs bei 14.400 Punkten. Das Zertifikat läuft bis Februar 2023.

Aktuelles Beispiel für ein Bonus-Zertifikat.

Das Bonus-Zertifikat auf den DAX mit der WKN PD73KD kostet 138,49 Euro (Stand 18.07.2022) und läuft bis Februar 2023. Das Zertifikat hat einen Bonuskurs bei 14.400 Punkten und eine Barriere bei 9.000 Punkten. Der DAX steht bei 12.963,66 Punkten. Wenn der DAX während der Laufzeit des Zertifikats nie die Barriere bei 9.000 Punkten erreicht, bekommt der Anleger am Ende der Laufzeit einen Bonusbetrag von 144 Euro ausgezahlt (Bonuskurs unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses), auch wenn der DAX etwa nur bei 11.000 Punkten steht. Bis zur Fälligkeit kann der Anleger so rund vier Prozent verdienen, selbst dann, wenn der DAX fällt, dabei aber nicht die Barriere berührt hat. Sollte der DAX bei Fälligkeit des Zertifikats über 14.400 Punkten stehen, bekommt der Anleger den DAX-Stand unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses ausgezahlt, er nimmt also an der guten Entwicklung des DAX teil. Stände der DAX etwa bei 15.000 Punkten, wären das immerhin 150 Euro. Verletzt der DAX während der Laufzeit des Zertifikats die Barriere bei 9.000 Punkten, wird aus dem Bonus-Zertifikat ein Papier, das genauso steigt oder fällt wie der DAX. Bonus und Barriere fallen dann weg. Das heißt, wenn der DAX die Barriere einmal verletzt hat und am Ende der Laufzeit des Zertifikats etwa bei 8.500 Punkten steht, bekommt der Anleger 85 Euro ausgezahlt. Damit hätte er einen deutlichen Verlust erlitten. Genauso ist es aber auch möglich, dass der DAX während der Laufzeit des Zertifikats die Barriere berührt, sich danach wieder erholt und etwa auf 14.000 Punkte steigt. Trotz Erholung hat der Anleger dann jedoch keinen Anspruch mehr auf den Bonusbetrag von 144 Euro, da zuvor die Barriere verletzt wurde. Er bekommt 140 Euro ausgezahlt, macht damit aber immer noch einen Gewinn.

Bonus-Zertifikate-Varianten im Überblick

Über verschiedene Ausstattungsmerkmale lassen sich die erzielbaren Erträge optimieren und durch die Festlegung der Barrieren unterschiedliche Risikoprofile wählen. Für fast jede Risikoneigung gibt es somit das passende Bonus-Zertifikat. BNP Paribas bietet derzeit folgende Varianten von Bonus-Zertifikaten an:

Bonus-Zertifikat

Bonus-Zertifikate bilden die Basis der folgenden Bonus-Varianten. Durch Festlegung eines Bonuskurses und einer Barriere wird ein Bereich ober- und ein Bereich unterhalb des Basiswertniveaus bei Zertifikatsemission abgegrenzt. Solange der Basiswert die Barriere nicht berührt oder unterschreitet, wird am Laufzeitende mindestens ein Bonus, der Bonuskurs, gezahlt – die Gewinnchancen sind nach oben über den Bonuskurs hinaus unbegrenzt. Wird die Barriere hingegen verletzt, partizipieren Anleger eins zu eins an der Kursentwicklung des Basiswerts. Dies führt zu einem Kapitalverlust, wenn sich der Basiswert nicht wieder erholt.

Capped Bonus-Zertifikat

Beim Capped Bonus-Zertifikat wird eine obere Kursgrenze, ein Cap, einbezogen. Der Cap bewirkt, dass der maximal mögliche Auszahlungsbetrag auf einen Höchstbetrag begrenzt wird. Die Höhe dieses Caps kann identisch mit der des Bonuskurses sein, durchaus aber auch höher. Im Ergebnis bedeutet diese Begrenzung des maximal möglichen Auszahlungsbetrags, dass Sie als Anleger ab einer bestimmten Höhe nicht mehr an steigenden Kursen des Basiswerts teilnehmen. Sofern nämlich der Preis des Basiswerts am Laufzeitende des Zertifikats über dem Cap notiert, erhalten Sie lediglich einen Auszahlungsbetrag, der dem Cap entspricht. Bei Aktienindizes als Basiswert muss der Cap gegebenenfalls mit dem Bezugsverhältnis multipliziert werden. Die gute Nachricht ist, dass die Kappung des Auszahlungsbetrags dazu führt, dass entweder die Barriere oder der Erwerbspreis niedriger ist als bei Bonus-Zertifikaten mit vergleichbaren Ausstattungsmerkmalen.

Bonus PRO-Zertifikat

Bonus PRO-Zertifikate funktionieren wie herkömmliche Bonus-Zertifikate. Der Unterschied ist, dass die Barriere nur während eines begrenzten Zeitraums beobachtet wird. Wenn der Kurs des Basiswertes also außerhalb des Beobachtungszeitraums auf oder unterhalb der Barriere notiert, führt dies nicht zum Verlust des Bonusmechanismus.
Last Minute Bonus- und Last Minute Capped Bonus-Zertifikat
Last Minute Bonus-Zertifikate funktionieren wie Bonus-Zertifikate. Der Unterschied ist, dass die Barriere nur zu einem bestimmten Zeitpunkt, dem Bewertungszeitpunkt, beobachtet wird. Das ist in der Regel der letzte gehandelte Kurs vor Laufzeitende. Wenn der Basiswert vorher auf oder unterhalb der Barriere notiert, führt dies nicht zum Verlust des Bonusmechanismus. Da lediglich ein einziger Beobachtungszeitpunkt für das Verletzen der Barriere relevant ist, ist die Wahrscheinlichkeit der Auszahlung des Bonus bei einem Last Minute Bonus-Zertifikat höher als bei Bonus-Zertifikaten oder bei Bonus PRO-Zertifikaten, bei denen die Barriere während der gesamten Laufzeit beziehungsweise während eines längeren Beobachtungszeitraums betrachtet wird. Die Last-Minute-Variante gibt es auch mit Cap.

Reverse Bonus- und Capped Reverse Bonus-Zertifikat

Reverse Bonus-Zertifikate ermöglichen es, von fallenden Kursen zu profitieren. Hierfür liegt der Bonuskurs unterhalb und die Barriere oberhalb des Basiswertniveaus bei Zertifikatsemission. Fällt also der Basiswert, steigt der Wert des Reverse Bonus-Zertifikats und umgekehrt. Solange der Basiswert die Barriere nicht berührt oder überschreitet, wird am Ende mindestens der Bonusbetrag ausgezahlt. Die Reverse-Variante gibt es auch mit Cap.

Reverse Bonus PRO- und Capped Reverse Bonus PRO-Zertifikat

Sie funktionieren wie Reverse Bonus-Zertifikate, die Barriere ist jedoch nur während eines bestimmten Zeitraums aktiv (siehe Bonus PRO-Zertifikat). Wenn der Kurs des Basiswerts also außerhalb des Beobachtungszeitraums auf oder unterhalb der Barriere notiert, führt dies nicht zum Verlust des Bonusmechanismus. Auch diese Variante gibt es mit einer Cap-Ausstattung.

​Discount-Zertifikate – am Anfang gibt es einen Abschlag.

Discount-Zertifikate sind in gewisser Weise einfacher kon­struiert als Bonus-Zertifikate, da sie keine Barriere aufweisen. Als Käufer eines Discount-Zertifikats erwirbt man den Basiswert indirekt, und das mit einem Abschlag, mit einem Discount. Der Preis für das Discount-Zertifikat liegt also unter dem des Basiswerts. Der Abschlag dient als Risikopuffer: Je höher der Abschlag, umso geringer das Risiko. Im Gegenzug für das geringere Risiko sind die Gewinnchancen von Discount-Zertifikaten aber grundsätzlich begrenzt. Das Discount-Zertifikat besitzt einen „Cap“, das ist ein Höchstbetrag, der bei Fälligkeit maximal gezahlt wird. Steigt also der Basiswert bis zum Laufzeitende des Zertifikats über den Cap, profitieren Anleger nicht mehr von dieser Wertsteigerung. Sie erhalten dann nur den Cap-Preis ausbezahlt.

Solange der Kurs des Basiswerts höher ist als der Preis des Discount-Zertifikats beim Kauf, erzielen Anleger also einen Gewinn. Erst wenn der Discount aufgezehrt ist und der Basiswert unter den Zertifikate-Kaufpreis fällt, verlieren sie Geld, und das Zertifikat macht im gleichen Maß wie der Basiswert Verluste. Trotz des Risikopuffers ist daher also auch ein Totalverlust möglich. Denn das Zertifikat nimmt nach unten unbegrenzt an Kursverlusten des Basiswerts teil. Vereinfacht gesagt und ohne den jeweiligen Erwerbspreis oder die Erwerbskosten zu berücksichtigen: Das Discount-Zertifikat stellt Sie als Inhaber am Laufzeitende mit dem Aktieninhaber gleich, sofern die Aktie auf oder unter dem Cap notiert. Sie sind aber im Nachteil, wenn die Aktie über dem Cap notiert. Dafür haben Sie im Regelfall aber einen Erwerbspreis gezahlt, der unter dem aktuellen Kurs des Basiswerts notiert. Ähnliches gilt auch im Falle von Discount-Zertifikaten auf Indizes, Rohstoffe und Währungen.

Durch die Wahl des Caps können Anleger beim Kauf eines Discount-Zertifikats ihr Risikoprofil berücksichtigen. Grundsätzlich gilt: Je niedriger der Cap und somit die mögliche Rendite, desto größer der Discount. Je höher der Cap und die mögliche Rendite, desto geringer der Discount. Einem höheren Risiko steht damit eine größere Gewinnchance gegenüber, bei geringerem Risiko sinkt die Gewinnchance. In unsicheren Börsenphasen sind Anleger also gut beraten, Discount-Zertifikate mit einem niedrigeren Cap zu wählen. In steigenden Börsenphasen kann der Cap entsprechend üppiger ausfallen.
Für Anleger mit Erfahrung: Da Discount-Zertifikate aufgrund ihrer Konstruktion von einer sinkenden Volatilität profitieren, setzen erfahrene Anleger Discount-Zertifikate auch ein, wenn ein Basiswert einen starken Kursrückgang verzeichnet hat. Beruhigt sich dann der Basiswert, nimmt in der Regel auch die Volatilität ab. Der Kurs eines Discount-Zertifikats kann dann steigen, auch sich wenn der Basiswert nicht verändert.

„Licht an“ – Alles, was Sie schon immer über Bonus und Discount wissen wollten

Wie funktioniert der Bonus bei einem Bonus-Zertifikat? Wie errechnet man die Rendite bei einem Discount-Zertifikat? Diese und weitere interessante Fragen beantwortet Volker Meinel von BNP Paribas in der neuen Videoreihe „Licht an“. In kurzen Clips behandelt der Zertifikate-Experte alle wichtigen Kennzahlen von Bonus- und Discount-Zertifikaten. Die Beiträge eignen sich für Zertifikate-Einsteiger ebenso wie für Fortgeschrittene, die einfach nur noch mal schnell erklärt haben möchten, wie etwa der Cap beim Discount-Zertifikat oder der Bonus bei einem Bonus-Zertifikat funktioniert. Die Clips sind sowohl im YouTube-Kanal von BNP Paribas zu finden als auch auf allen Produktseiten von Bonus- und Discount-Zertifikaten auf www.bnp.de.

Aktuelles Beispiel für ein Discount-Zertifikat.

Das Discount-Zertifikat auf den DAX mit der WKN PH5C9C kostet 126,10 Euro ( Stand: 18.07.2022). Der DAX steht bei 12.963,66 Punkten. Der Discount beläuft sich auf rund 2,8 Prozent. Das Zertifikat weist einen Cap bei 14.400 Punkten auf und läuft bis zum 17.02.2023. Notiert der DAX am Ende der Laufzeit des Zertifikats unter dem Cap, erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der vom DAX-Stand unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses abhängt. Steht der DAX dann etwa bei 13.000 Punkten, erhält der Anleger bei einem Bezugsverhältnis von 100 also 130 Euro. Damit hat der Anleger einen Gewinn von drei Prozent gemacht, und das obwohl sich der DAX in diesem Zeitraum kaum verändert hat. Notiert der DAX am Laufzeitende des Zertifikats über dem Cap bei 15.000 Punkten, bekommt der Anleger den Höchstbetrag von 14.400 Punkten, also 144 Euro, ausgezahlt. Er hat damit rund 14 Prozent verdient, schneidet damit aber schlechter als der DAX ab, der im gleichen Zeitraum rund 15 Prozent zugelegt hat. Notiert der DAX am Laufzeitende des Zertifikats bei 11.000 Punkten, bekommt der Anleger 110 Euro ausgezahlt. Damit erleidet er einen Verlust. Der Discount von 2,8 Prozent reicht hier nicht mehr aus. Die „Schmerzgrenze“ für einen Verlust liegt bei diesem Zertifikat und bei einem Kaufkurs von 126,10 Euro bei 12.610 Punkten. Erst wenn diese Grenze unterschritten wird, erleidet der Anleger einen Verlust.

Mit Bonus und Discount investieren.

Wir wissen natürlich nicht, welche Schmerzgrenze André Kostolany bei seinen Investments hatte. Kostolany war vor allem auch Spekulant, der eigenen Angaben zufolge mehrmals im Leben „pleite“ war. Um das zu vermeiden, können Bonus- und Discount-Zertifikate eingesetzt werden. Uns fällt in diesem Zusammenhang auch eine andere Aussage von Kostolany ein: „Die Börse ist launisch und unberechenbar.“ Genau dieser Sachverhalt spricht aber für Bonus- und Discount-Zertifikate. Denn wenn die Börse launisch und unberechenbar ist, sollte man als Anleger immer einen Risikopuffer in der Hinterhand haben. Bonus- und Discount-Zertifikate bieten einen solchen Puffer.

Immer gut informiert – das „Handbuch für Anleger“ und die jährliche Discount-Studie

Im „Handbuch für Anleger“ von BNP Paribas erhalten interessierte Anleger alle wichtigen Informationen über die Funktionsweise von Bonus- und Discount-Zertifikaten. Zudem werden anhand von Beispielen die Chancen und Risiken, die sich mit diesen Zertifikaten bieten, aufgezeigt. Das „Handbuch für Anleger“ kann kostenlos über www.bnp.de bestellt und zudem als PDF heruntergeladen werden.

Wertvolle Informationen zum Discount-Zertifikatemarkt bietet zudem die „Studie zu Discount-Zertifikaten“ vom Deutschen Derivate Verband (DDV). Jährlich führen die Experten der Inte­ressenvertretung der Zertifikatebranche Umfragen zum Erfolg von Discount-Zertifikaten durch. Die aktuelle Studie, die sich auf die Entwicklung von Discount-Zertifikaten im zurückliegenden Jahr am deutschen Markt bezieht, zeigt, dass über 83 Prozent der untersuchten Discount-Zertifikate im betrachteten Zeitraum trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds eine positive Rendite erwirtschaften konnten. Über 41 Prozent erreichten sogar eine Outperformance gegenüber ihren zugrunde liegenden Basiswerten. Die Studie kann kostenlos auf www.derivateverband.de heruntergeladen werden.

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Das vorliegende Dokument wurde von der BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland erstellt, eine Niederlassung der BNP Paribas S.A. mit Hauptsitz in Paris, Frankreich. BNP Paribas S.A. Niederlassung Deutschland, Senckenberganlage 19, 60327 Frankfurt am Main wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution (ACPR) beaufsichtigt, ist von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und ist Gegenstand beschränkter Regulierung durch die BaFin. BNP Paribas S.A. ist von der EZB und der ACPR zugelassen und wird von der Autorité des Marchés Financiers in Frankreich beaufsichtigt. BNP Paribas S.A. ist als Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Frankreich eingetragen. Sitz: 16 Boulevard des Italiens, 75009 Paris, France. www.bnpparibas.com.

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