Milliardenmarkt Weltall – Entdeckungstour

01.02.2022 · von Olaf Hordenbach

Aufbruch ins Weltall. Tausende von Satelliten werden nach „oben“ geschossen, um Kommunikation und Internet von jedem Punkt der Erde aus zu ermöglichen. Doch das ist nur der Anfang. MÄRKTE & ZERTIFIKATE bricht in ferne Galaxien auf.

Kurzer Blick in die Kamera. Daumen hoch. Mehr Zeit ist nicht, der Countdown läuft. Ten, nine, eight – zählt die Stimme aus dem Kontrollraum rückwärts. Auf dem Rücken liegen da zwei Personen, in dicken weißen Anzügen, Helme mit verspiegelten Visieren auf dem Kopf – irgendwie unwirklich, wie in einem Science-Fiction-Film, doch das hier ist Realität. Seven, six, five – kurzer Schwenk der Kamera auf die Totale, eine riesige Rakete, an einem Turm festgemacht, auf einmal schießt Rauch rechts und links raus – four, three, two – alles fängt an zu vibrieren, unendlich viel Rauch, Schwenk zu den beiden mit den weißen Anzügen, es grollt wie bei einem Vulkanausbruch, da werden Urkräfte wachgerüttelt – one, zero, lift-off. Die Halterungen lösen sich, mit unfassbarem Getöse schießt die Rakete nach oben. Eine riesige metallene Röhre, rund 60 Meter hoch, etwa vier Meter im Durchmesser. Jubel aus dem Kontrollraum, Menschen klatschen. Die Röhre verschwindet wenige Minuten nach dem Start im Himmel. Ein Feuerschweif, dann sieht man sie nicht mehr.

Was sich da am 30. Mai 2020 auf dem Weltraumbahnhof Kennedy Space Center in Florida ereignet hat, schreibt Weltraumgeschichte. Nicht der Start an sich, sondern das Drumherum. Denn die Falcon, so der Name der Rakete, und die Raumkapsel Dragon, mit der die beiden Astronauten Douglas Hurley und Robert Behnken in das Weltall geschossen und zur Internatioanlen Raumstation ISS transportiert werden, gehören nicht einem Staat, sondern dem Unternehmen SpaceX, gegründet vom Elektroauto-Pionier und Tesla-Chef Elon Musk. Waren es zuvor staatliche Behörden – in den USA die NASA, in Russland Roskosmos und in China die CNSA –, die Menschen in das Weltall beförderten, wurde mit der Mission SpX-DM2 im Mai 2020 die private bemannte Raumfahrt eröffnet. 

Die Weltraumfahrt wird privatisiert.

Ein kleiner Schritt für Douglas Hurley und Robert Behnken, ein großer für die Wirtschaft, könnte man etwas pathetisch und in Anlehnung an die erste bemannte Mondlandung formulieren (siehe Seite 16). Ein Schritt, der erwartet worden und im Grunde genommen nur eine Frage der Zeit war: Der Weltraum wird privatisiert. Dabei wurde schon unter dem früheren US-Präsidenten Ronald Reagan der Grundstein für private Weltraummissionen gelegt. 1984 unterschrieb er den Commercial Space Launch Act, ein Gesetz, das es auch Unternehmen erlaubt, private Raketen und Startplätze zu betreiben. 

Allerdings schien es lange Zeit undenkbar, dass ein einzelnes Unternehmen eine komplette Weltraummission, gar eine bemannte, planen und durchführen kann. Zu groß die finanziellen und technologischen Hürden. Deswegen konzentrierte man sich in der privaten Wirtschaft in den zurückliegenden Jahrzehnten auf unbemannte Raketenstarts, um vor allem Satelliten in das Weltall zu schießen. Ein lukratives Geschäft, wenn man in Rechnung stellt, dass derzeit etwa 4.600 Satelliten die Erde umkreisen und pro Raketenstart anfänglich bis zu 200 Millionen Dollar gezahlt wurden. Bereits in den 1990er-Jahren führten etwa die beiden US-Konzerne Lockheed Martin und Boeing mit eigenen Raketen Weltraumstarts aus.

Stetiges Wachstum.

Dass nun komplette Missionen und bemannte Weltraumflüge von privaten Unternehmen durchgeführt werden, hat einerseits viel mit den Visionen einzelner Persönlichkeiten wie Richard Branson von Virgin Galactic, dem Amazon-Gründer Jeff Bezos von Blue Origin und Elon Musk von SapceX zu tun (siehe Seite 13), andererseits erscheint es als logische Fortsetzung einer ganz normalen wirtschaftlichen Entwicklung: Der Weltraum ist zu einem Business geworden, das konstante Wachstumszahlen verspricht. Das zeigen etwa die aktuellen Zahlen der Space Foundation. Allein im Jahr 2020 wurden laut der Non-Profit-Organisation weltweit knapp 450 Milliarden Dollar durch die sogenannte Space Economy (siehe Kasten Seite 14) erwirtschaftet, ein Plus von 4,4 Prozent gegenüber 2019. „Der Markt wächst kontinuierlich mit drei bis vier Prozent im Jahr“, sagt Richard Cooper, Vizepräsident der Space Foundation, in einem Interview mit MÄRKTE & ZERTIFIKATE (siehe Seite 19). Spätestens 2040 könnte dann die 1-Billion-Dollar-Grenze überschritten werden, prognostiziert die US-Bank Morgan Stanley. 

Ein Großteil des Wachstums geht dabei auf die private Wirtschaft zurück. Sie war 2020 für rund 80 Prozent der knapp 450 Milliarden Dollar verantwortlich und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent. Demgegenüber fiel der staatliche Anteil am globalen „Raumfahrtkuchen“ um 1,2 Prozent auf rund 90 Milliarden Dollar. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren noch einmal vertiefen könnte und der nach Einschätzung von Experten die Weltraumfahrt tiefgreifend verändern wird. Denn es sind vor allem die Privaten, die mit frischen Ideen, Innovationen und einem hohen Preisbewusstsein in das Weltall vordringen. Was vorher viele Millionen Dollar gekostet hat, soll nun für wenige Hunderttausend zu haben sein. Möglich wird das etwa durch wiederverwertbare Raketen. Verglühten diese früher beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre, holt man sie heute heil auf die Erde zurück. Beim nächsten Start können sie dann wieder eingesetzt werden, was erhebliche Kosten einspart. Wohin die Reise mit den Preisen geht, sieht man gut an der Entwicklung der durchschnittlichen Kosten eines Raketenstarts je befördertes Kilogramm in den erdnahen Weltraum. Lagen diese in den 1960er-Jahren im Schnitt noch bei über 20.000 Dollar, sind sie zu Beginn der 2020er-Jahre auf unter 2.000 Dollar gefallen. Wie weit es mit ihnen noch nach unten gehen kann, ist nicht sicher, einige Beobachter halten Preise unter 200 Dollar für möglich. Damit hätten sich die Kosten für Raketenstarts je Kilogramm Transportlast seit 1960 um das Hundertfache reduziert.

Internetzugang via Satellit.

Dies, so die Einschätzung der Experten, wird die Raumfahrt zu einem Massenphänomen machen. Manche Beobachter reden sogar schon vom Beginn der „Discount-Weltraumfahrt“ und davon, dass das Weltall zum festen Bestandteil der globalen Ökonomie wird. Eine Ökonomie, die dann im wahrsten Sinne des Wortes keine Grenzen mehr kennt, weil das Weltall nun einmal unendlich ist. Ihn zu erschließen und zu nutzen ist dann nur noch ein technisches Problem. 

Doch bis die Menschheit in ferne Galaxien vorstößt, wird es wohl noch eine Zeit dauern. Experten wie Martin Tajmar, Direktor des Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Dresden, rechnen frühestens für das 22. Jahrhundert mit Antriebstechniken, die es der Menschheit erlauben, über unser bekanntes Sonnensystem hinaus in die Weiten des Weltalls vorzustoßen. Aber, so Tajmar, auch wenn nicht klar ist, wann das passieren wird, es wird eines Tages auf jeden Fall passieren. 

Bis dahin müssen wir uns mit der Erschließung des Weltalls um uns herum zufrieden geben, was aber schon ausreichend Perspektiven verspricht. Vor allem auf kurz- bis mittelfristige Sicht rechnen Beobachter mit einem rasanten Wachstum etwa bei satellitengestützten Internetzugängen. Mit einem geschätzten Umsatz von weit über 400 Milliarden Dollar im Jahr 2040 könnte dieser Bereich dann bereits für über 40 Prozent des gesamten Weltraum-umsatzes verantwortlich sein, prognostiziert Morgan Stanley. Satellitengestützte Internetzugänge werden künftig für einen schnellen und sicheren Datenverkehr sorgen, was wiederum die Grundlage für viele Technologien wie beispielsweise Autonomes Fahren, Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Virtuelle Realität sein wird. Derzeit verzeichnet die Branche einen Umsatz von rund zwei Milliarden Dollar im Jahr. Bis 2040 könnte dieser Bereich also um das 200-Fache wachsen.

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Weltraumvisionen – der „Space Run“ der Milliardäre

Sie haben Wirtschaftsgeschichte geschrieben, nun schreiben sie Weltraumgeschichte, die drei Milliardäre Richard Branson, Jeff Bezos und Elon Musk. Seit Jahren tobte zwischen ihnen ein Konkurrenzkampf, wer der erste im Weltall ist. In den amerikanischen Medien wurde vom „Space Run“ der Milliardäre ausführlich berichtet. Nun, der Run ist entschieden, gewonnen hat Richard Branson, Gründer von Virgin Group. Er ist im Juli 2021 als Erster der drei mit einem Raumflugzeug, das von seinem Unternehmen Virgin Galactic gebaut wurde, ins Weltall geflogen – allerdings nur für ein paar Minuten in 80 Kilometern Höhe. Darum, ob es sich dabei wirklich um einen Weltraumflug handelte, wird gestritten. Als Zweiter war dann Jeff Bezos an der Reihe. Neun Tage nach Bransons Ausflug hob er mit dem Raumschiff „New Shepard“ seiner Weltraumgesellschaft Blue Origin ab. Für etwa zehn Minuten verweilte der Multimilliardär in rund 100 Kilometern Höhe. Kaum gelandet, verkündete Bezos, dass er den Einstieg in den Weltraumtourismus plant. Die Raumstation, die den Namen „Orbital Reef“ tragen und in etwa 340 bis 420 Kilometern Höhe ihre Runden drehen soll, könnte bis zu zehn Touristen beherbergen. Losgehen soll es mit dem orbitalen Herbergsbetrieb im Jahr 2030. Neben Bezos’ Blue Origin beteiligen sich auch das Raumfahrtunternehmen Sierra Space sowie Boeing und die Arizona State University an dem Projekt.

Auf dem Weg zum Mars.

Der Verlierer des Space Run, Elon Musk, muss sich allerdings nicht grämen. Mit seiner Weltraum-unternehmen SpaceX ist er technisch deutlich weiter als Virgin Galactic und Blue Origin und schon seit Jahren eine feste Konstante im Weltraumgeschäft. Und Musks Weltraumvisionen gehen deutlich über die seiner Konkurrenten hinaus. Der Weltraumtourismus ist für ihn nur ein Schritt in ganz andere Entfernungen. Mit SpaceX möchte der gebürtige Südafrikaner nämlich die erste Kolonie auf dem Mars errichten. Die Zielsetzung des Projekts ist dabei der Aufbau einer eigenständigen, selbsterhaltenden Zivilisation. Schon im Jahr 2050 sollen rund eine Million Menschen den roten Planten bevölkern. Auch wenn derzeit noch kein Mensch den Mars betreten hat, Musk hält an seiner Vision fest: der Mars als alternativer Lebensraum für den Menschen. Mehr noch, der Mensch hat nach der Einschätzung von Musk langfristig nur eine Überlebenschance, wenn er eine multiplanetare Spezies wird, die viele Himmelskörper besiedelt. Unter dem Titel „Making Humans a Multiplanetary Species“ gibt es dazu auch ein spannendes Video auf YouTube, das von SpaceX gepostet wurde.

Die Erde wird so zum Mutterplaneten, dessen Probleme mithilfe des Weltraums gelöst werden können. Durch die Abwanderung der Menschen in den Weltraum wird die Überbevölkerung auf der Erde abgebaut. Fehlende Rohstoffe werden aus dem Weltraum beschafft, Energiemangel durch Energietransfer aus dem Weltraum beseitigt.

Dabei steckt hinter dieser Vision mehr als nur eine Spinnerei. Musk ist vor allem Geschäftsmann und sieht im Weltraum eine außerordentliche Möglichkeit für lukrative Investitionen. Gutes Beispiel dafür ist Starlink, eine Tochtergesellschaft von SpaceX. Starlink hat sich zur Aufgabe gemacht, ein weltweites Satellitennetz für die Bereitstellung von Internet aufzubauen. Bislang hat Starlink rund 1.800 Satelliten in den Weltraum geschossen, in einigen Jahren könnten es bis zu 30.000 sein. Sie sollen in allen Regionen der Erde, auch in den abgelegenen, eine sichere und schnelle Internetverbindung erlauben.

Was ist die Space Economy?

​Die Space Economy, auf Deutsch die Weltraumwirtschaft, wird von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als das gesamte Spektrum an Aktivitäten definiert, die den Menschen bei der Erforschung, der Verwaltung und der Nutzung des Weltalls dienen. Das können sowohl Aktivitäten auf der Erde, etwa die Herstellung von Satelliten, wie auch im Weltall selbst sein, etwa der Weltraumtourismus. Es wird allgemein zwischen zehn verschiedenen Aktivitäten unterschieden: allgemeine Weltraum-erforschung, Herstellung von Satelliten, Raketen und Raumsonden, Durchführung von Raketenstarts, globaler Internetzugang über Satelliten (Satelliteninternet), ultraschnelles Internet über Satelliten (Breitband), Beobachtung der Erde durch Satelliten, Einsammeln von Weltraummüll, Landungen auf Planeten und Asteroiden und der dortige Abbau von Rohstoffen.

Satelliten aus der Massenproduktion.

Und noch eine Branche dürfte in den kommenden Jahren starke Wachstumszahlen aufweisen, der Bau von Satelliten. Allein das Unternehmen SpaceX von Elon Musk plant zum Aufbau eines erdumspannenden Internetzugangs die Stationierung von mindestens 30.000 Satelliten. Ähnlich der Plan des britischen Kommunikationsunternehmens OneWeb. Dieses will rund 900 Satelliten im Weltall platzieren und so eine Plattform für die weltweite Vernetzung schaffen. Auch Amazon und Meta Platforms, ehemals Facebook, arbeiten an eigenen satellitenbasierten Kommunikationsnetzen. Stehen diese Netze eines Tages, könnte der nächste Schub bei der Satellitenherstellung kommen, die Konstruktion von Satelliten zur Echtzeitbeobachtung der Erde, „etwa zur Überwachung des Wetters, der Landwirtschaft, der Abholzung, von Tierbeständen und von Katastrophen“, fasst Richard Cooper von der Space Foundation im Interview mit MÄRKTE & ZERTIFIKATE zusammen.

Allerdings wird sich die Satellitenherstellung in den kommenden Jahren deutlich verändern. Zum einen werden die Satelliten immer billiger. Durch den technischen Fortschritt und die Massenproduktion sinken die Preise von Satelliten auf durchschnittlich 500.000 Dollar, schätzt Morgan Stanley. Derzeit liegen die Kosten noch bei 500 Millionen Dollar. Zum anderen werden die Satelliten immer kleiner. Sogenannte Nanosatelliten drehen dann in einem gigantischen Netzverbund aus vielen Tausenden von Satelliten ihre Runden. Allerdings sind diese Satelliten nicht wirklich „nano“, sondern haben die Größe eines Backofens, wiegen rund fünf Kilogramm und verbrauchen kaum Strom. Bis 2040, so die Prognose von Morgan Stanley, könnte der Umsatz mit der Herstellung von Satelliten von derzeit knapp 20 auf über 26 Milliarden Dollar steigen.Ebenfalls auf der Wachstumsseite: Breitband via Satellit. Die Kosten für den Datentransport werden rapide sinken, die Datenmenge exponentiell zunehmen. Beläuft sich der Umsatz mit Breitband aktuell auf rund elf Milliarden, könnten es 2040 rund 95 Milliarden Dollar sein.

Ein Rendezvous mit Folgen.

Via Breitband kommen auch die Bilder aus der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde. Nach 20 Stunden Reisezeit haben die beiden Astronauten Douglas Hurley und Robert Behnken ihr Reiseziel erreicht. Scheinbar in Zeitlupe nähert sich die Dragon-Kapsel der Einstiegsluke der Station. Andocken nennt man das, sieht aus wie Rückwärtseinparken – aber in 400 Kilometern Höhe und bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 28.000 Kilometern in der Stunde. Passt. Die Dragon ist angedockt, die Schotten werden geöffnet, Hurley und Behnken umarmen ihre Kollegen in der Raumstation. Ein Rendezvous im Weltall, wie es wohl bald viele Menschen erleben werden.

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Auch Europa strebt in den Weltraum

Denkt man an die Weltraumfahrt, dann vor allem an die NASA und an die russische Raumfahrt. Doch auch China hat zuletzt aufgeholt und einen Astronauten in den Weltraum geschossen. Und Europa?

Die europäischen Weltraumaktivitäten werden durch die European Space Agency (ESA), die ihren Hauptsitz in Paris hat, gebündelt. Die drei wichtigsten Raumfahrtprogramme der ESA sind derzeit das Ariane-Programm, das Satellitennavigationssystem Galileo und die Unterstützung der Internationalen Raumfahrtstation ISS. Beim Ariane-Programm handelt es sich um die Entwicklung von Raketen, die zur Beförderung von Satelliten in den Weltraum eingesetzt werden. Wichtiges Unternehmen ist dabei der Airbus-Konzern, der aber von zahlreichen Technologiezulieferern unterstützt wird. Derzeit wird an der Ariane 6 gebaut, einer Rakete, die eine Nutzlast von bis zu 11,5 Tonnen befördern kann. Der Erstflug ist für das laufende Jahr vorgesehen. Bei Galileo handelt es sich um ein Satellitennavigationssystem. Technisch ist Galileo dem amerikanischen Konkurrenten GPS deutlich überlegen. Die Messgenauigkeit beläuft sich auf eine Abweichung von wenigen Zentimetern. Das deutsche Unternehmen OHB ist maßgeblich an dem Bau der Satelliten beteiligt. Galileo soll aus 30 Satelliten bestehen, von denen sich schon 28 im Weltraum befinden. Das dritte Programm bezieht sich auf den Bau und den Unterhalt der Internationalen Raumstation ISS, die seit dem Jahr 2000 dauerhaft von Astronauten aus verschiedenen Ländern bewohnt wird. 

Die Nordsee wird zum Startplatz.

Darüber hinaus gibt es viele Ideen, wie sich Europa stärker in die Erschließung des Weltraums einbringen kann. So gibt es bei der ESA auch Überlegungen, in die bemannte Raumfahrt einzusteigen, also mit eigenen Raketen Astronauten in den Weltraum zu befördern. Bislang war man da auf „Mitfahrgelegenheiten“ bei den Amerikanern oder Russen angewiesen. Konkrete Ergebnisse stehen aber noch aus. 

Unabhängig von den Bemühungen der ESA gibt es etwa auch in Deutschland private Initiativen zum Bau von Raketen. Unterstützt von prominenten Investoren wie etwa der BMW-Erbin Susanne Klatten plant Isar Aerospace, eine Ausgründung der TU München, im laufenden Jahr die ersten Testflüge einer Rakete namens Spectrum. Zur Unterstützung der deutschen Raumfahrt fordert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zudem einen eigenen Weltraum-Startplatz. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie für eine mobile Rampe in der Nordsee wurde in Auftrag gegeben. Auch in Europa tut sich also etwas in Sachen Weltraumfahrt, auch wenn die Initiativen nicht so spektakulär sind wie die Raketenstarts von Elon Musk.

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